Azubi Festgottesdienst in Darmstadt

Stefan Ott, Celina Hofmann, Tatjana Blank, Sebastian Cramer im Interview mit Lutz Perkitny beim ersten AZUBI Festgottesdienst in Darmstadt im Hintergrund die Band "who needs a setlist"

Die persönliche Entwicklung nach vorne bringen

In diesen Tagen beginnt für viele Jugendliche ein neuer Lebensabschnitt. Sie starten mit ihrer Berufsausbildung. In einem ökumenischen Gottesdienst in Darmstadt erzählten sie von ihren Erfahrungen und Erwartungen und erhielten Zuspruch, Gottes Segen und gute Ratschläge.

Zum ersten Mal fand am Dienstag, den 26. September 2017, in Darmstadt ein ökumenischer Gottesdienst für Auszubildende und ihre Ausbilder statt. In ihrer Rede wünschte die stellvertretende Kirchenpräsidentin der Ev. Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf, den Auszubildenden viel Freude und Erfüllung in ihrem neuen Lebensabschnitt. Vertrauen könnten sie dabei auf Gott, der immer an ihrer Seite sei, auch wenn mal schwierige Zeiten kämen. „Denn“, so Scherf, „Gott begleitet uns voll Liebe, für ihn sind wir besonders und unbezahlbar“.

Der Bischofsvikar des Bistums Mainz Dietmar Giebelmann ergänzte den Gedanken: „Gott braucht jeden Menschen, aber er verbraucht ihn nicht“.

Im Gottesdienst berichteten vier Jugendliche über ihre Erfahrungen im Verlauf der Ausbildung. Sie seien mit der Zeit selbstbewusster geworden. Und auch wenn sie noch nicht genau wüssten, wie es nach ihrer Ausbildung weitergehe, seien sie doch voller Ideen und Zuversicht. Einige denken darüber nach, sich selbstständig zu machen oder nach der Gesellenprüfung noch „ihren Meister“ anzuschließen.
 
Sebastian Cramer, der Vorsitzende der Jugendauszubildendenvertretung bei Merck in Darmstadt gab den Jugendlichen Tipps mit auf den Weg. Nach seiner Erfahrung bewähre es sich, offen zu sein für Neues, auf Leute zuzugehen und Probleme anzusprechen.
Persönliche Lernprozesse anstoßen

Als Leiter des Nachwuchszentrums vom SV Darmstadt 98 hat Ramon Berndroth viel Erfahrung mit Jugendlichen. Im Nachwuchszentrum werden Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren gefördert. Sie erhalten eine duale Ausbildung, die sportliche auf der einen Seite und die schulische bzw. berufliche auf der anderen Seite. Die persönliche Entwicklung der Jugendlichen „nach vorne zu bringen“ ist für Berndroth ein besonderes Anliegen. Dazu gehöre auch, Ungerechtigkeiten auszuhalten, mit Niederlagen umzugehen und mit der eigenen Unvollkommenheit zu leben. Manchmal lohne es sich auch, seine Ziele zu überdenken und Erfolg neu zu definieren.

 Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch die Band „Who needs a setlist“ mit modernen Klängen, die zahlreiche Gottesdienstbesucher zum Mitklatschen animierten.
 

Veranstalter

Ev. Kirche in Hessen und Nassau, Bistum Mainz, DGB und DGB-Jugend, Arbeitsgemeinschaft der Hess. Handwerkskammern, IHK Rhein Main Neckar, Unternehmerverbände Südhessen, Ausbildungsnetzwerk st.ar.k

 Bericht und Fotos M. Befurt, ZGV
     
      
 

Starthelfer freuen sich über Auszeichnung

v.l.n.r. Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz; Michael Press FBL Arbeitslehre; Christiane Dittrich FBL Berufsfindung; Andrin Jashanica, Schüler; Natalie Molitor, Klassenlehrerin; Bernd Brieskorn, Schulleiter; Matthias Gräßle, Geschäftsführer IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen (Foto: IHK Frankfurt am Main;Stefan Krutsch Photographie )

Langerbergschule  ist  beste Schule für die Berufsfindung  in Hessen

Im Rahmen des  diesjährig ausgelobten Preises der IHK Hessen für die besten Hauptschulen in Hessen hat die Langenbergschule Birkenau beim Sonderpreis von Übergang Schule – Beruf den ersten Platz belegt.

Der Preis wurde von der IHK Arbeitsgemeinschaft  Hessen vergeben. In der offiziellen Preisverleihung hob der Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hervor, dass die Preisträger hervorragende Berufsfindungsergebnisse beim Übergang in die individuell passende duale Ausbildung erreicht haben.

Matthias Gräßle, Geschäftsführer der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen, machte, bezüglich der Arbeit der Schulen, in seiner Begrüßungsansprache deutlich: “ Die IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen möchte mit diesen Auszeichnungen das Engagement der Schulen würdigen, die sich im vergangenen Jahr überdurchschnittlich für ihre Schülerinnen und Schüler eingesetzt haben. Dies ist nicht selbstverständlich. Die Gewinnerschulen haben auch in diesem Jahr wieder hervorragende Resultate erzielt, um Jugendliche so gut wie möglich auf das Berufsleben vorzubereiten. Diese Konzepte sind oftmals sehr unterschiedlich in der Umsetzung…“

Die Langenbergschule ist sehr stolz über den erreichten 1. Platz. Diese Auszeichnung ist der Lohn von vielen Jahren intensiver Arbeit, um die Übergänge der Hauptschüler in individuell passende Ausbildungen zu erreichen. Im Zusammenhang mit dem beziehungsintensiven Angebot von KÜMplus an der Schule, in intensiver Kooperation mit schulinternen und externen Unterstützern konnte bei den Hauptschülern für das vergangene Schuljahr die hervorragende Übergangsquote von 70% in duale Ausbildung erreicht werden.

Das Ergebnis gibt uns Recht, dass es sich lohnt, die Hauptschüler intensiv zu unterstützen. Ohne eine eigens dafür angestellte Fachkraft würde dieses Ergebnis sicher nicht erreicht werden. Dennoch ist es jedes Jahr fraglich, ob diese Stelle aufrecht erhalten werden kann. Finanzielle Mittel für diese Stelle stellte im letzten und diesem Schuljahr der Kreis Bergstraße, das staatliche Schulamt und die Gemeinde Birkenau zur Verfügung.

Neben den Kostenträgern bleibt auch die Kooperation mit Betrieben eine feste Säule des Erfolgs. Ebenso trägt die Arbeit der ehrenamtlichen „Starthelfer Birkenau“ zu einem sehr großen Teil des Erfolges mit bei. Die „Starthelfer“ unterstützen gezielt Hauptschüler in der Vor- und Abgangsklasse im Bewerbungsprozess. Hierbei findet die Unterstützung in Einzelbetreuung auf vertraulicher Basis statt. Die ehrenamtlich Tätigen sind zum Teil bereits pensionierte oder im Berufsleben noch aktive  Personen, die Erfahrung mit Ausbildung von Jugendlichen haben, Spaß an der Betreuung von Jugendlichen haben und/oder eine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen möchten. Für diese Unterstützung ist die Schule sehr dankbar.

Bericht: Christiane Dittrich

Patentag 2016

Solidarität ist wichtig

Über 30 engagierte Paten, Sozialpädagogen, Lehrkräfte waren am 21. September 2016 zum diesjährigen Patentag nach Darmstadt gekommen um sich über die  Arbeit mit den jungen Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf auszutauschen.

Heike Miehe, Geschäftsführerin des Ausbildungsnetzwerkes st.ark wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass dieser Patentag nun schon im 10. Jahr ausgetragen wird und es immer wieder spannend ist zu beobachten,  wie viele neue Gesichter hinzukommen, aber auch viele bekannte Paten immer noch aktiv dabei sind. 

Auch dieses Jahr spielte die Frage des „richtigen“ Umgangs mit Jugendlichen, die Erwartungshaltungen der Erwachsenen  als Pat*in wieder eine  sehr zentrale Rolle. Sehr  intensiv  wurde über konkrete  Problemfälle die Paten mit den jugendlichen hatten geredet und verschiedene  Ansätze des Umgangs  miteinander diskutiert .   Dank der Moderation von Christine Maurer, die schon jahrelang Ehrenamtliche als Coach unterstützt, nahmen die Teilnehmer*innen wertvolle  Anregungen für die weitere Arbeit mit nach Hause.

Aber es hat sich auch einiges in der Patenarbeit geändert. Die zunehmende Digitalisierung in der Ausbildung, verändert auch die Anforderungen an die jungen Menschen. Wie können Ehrenamtliche Jugendliche beraten und vorbereiten, die sich für Ausbildungsgänge in der Industrie interessieren. Hierzu lieferte  Wolfgang Michel, Ausbildungsleiter der Continental Automotive GmbH, in Babenhausen den Teilnehmer*innen wichtige Informationen.

Peter Holnick, Geschäftsführer am Institut für Medienpädagogik und Kommunikation beim Landesfilmdienst Hessen e. V., zeigte auf, wie Ehrenamtliche die neuen Kommunikationswege per WhatsApp und Co für die Kommunikation nutzen können und worauf sie zu achten haben.

Die aktuelle Diskussion um die Integration von jungen Flüchtlingen in Ausbildung war ebenfalls  Schwerpunktthema.  Theo Fernau, Geschäftsinhaber und Ausbilder schilderte seine ersten Eindrücke mit Flüchtlingen in der Ausbildung und unterstrich wie wichtig es ist ihnen eine Chance einzuräumen,  in unserer Gesellschaft  Fuß zu fassen.  Unterstützt wurde dieser Workshop weiter  von Eva Isselstein, Flüchtlingsberaterin beim Diakonischen Werk.

 „Keine Gesellschaft kann sich menschlich nennen, wenn sie das Schicksal ihrer Armen und Benachteiligten aus dem Blick verliert oder die Schuld bei anderen Armen sucht und diese zum Sündenbock macht. Wenn wir an die Würde des Menschen glauben, ist es notwendig, für einander  Sorge zu tragen.  Entsolidarisierung hat immer da ein leichtes Spiel, wo Menschen enttäuscht sind, wo sie sich zu kurz gekommen vorkommen, wo sie sich um Chancen gebracht fühlen.“  Mit diesem Zitat des Kölner Kardinals Woelki unterstrich Richard Kunkel, Betriebsseelsorger im Bistum Mainz und Koordinator der katholischen SymPaten in Gießen,  wie wichtig die Solidarität der Paten mit den  jungen Menschen im Übergang in den Beruf ist.

 Der diesjährige Patentag wurde organisiert von den SymPaten des Bistums Mainz, dem Ausbildungsnetzwerk st.ar,k und den OloV Beauftragten des Landkreises Darmstadt Dieburg.

Allen Beteiligten dafür ein herzliches Dankeschön und in der Fotogalerie  finden Sie weitere Fotos von dem Treffen.


 

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