Starthelfer freuen sich über Auszeichnung

 

v.l.n.r. Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz; Michael Press FBL Arbeitslehre; Christiane Dittrich FBL Berufsfindung; Andrin Jashanica, Schüler; Natalie Molitor, Klassenlehrerin; Bernd Brieskorn, Schulleiter; Matthias Gräßle, Geschäftsführer IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen (Foto: IHK Frankfurt am Main Stefan Krutsch Photographie )

Langerbergschule  ist  beste Schule für die Berufsfindung  in Hessen

Im Rahmen des  diesjährig ausgelobten Preises der IHK Hessen für die besten Hauptschulen in Hessen hat die Langenbergschule Birkenau beim Sonderpreis von Übergang Schule – Beruf den ersten Platz belegt.

Der Preis wurde von der IHK Arbeitsgemeinschaft  Hessen vergeben. In der offiziellen Preisverleihung hob der Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hervor, dass die Preisträger hervorragende Berufsfindungsergebnisse beim Übergang in die individuell passende duale Ausbildung erreicht haben.

Matthias Gräßle, Geschäftsführer der IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen, machte, bezüglich der Arbeit der Schulen, in seiner Begrüßungsansprache deutlich: “ Die IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen möchte mit diesen Auszeichnungen das Engagement der Schulen würdigen, die sich im vergangenen Jahr überdurchschnittlich für ihre Schülerinnen und Schüler eingesetzt haben. Dies ist nicht selbstverständlich. Die Gewinnerschulen haben auch in diesem Jahr wieder hervorragende Resultate erzielt, um Jugendliche so gut wie möglich auf das Berufsleben vorzubereiten. Diese Konzepte sind oftmals sehr unterschiedlich in der Umsetzung…“

Die Langenbergschule ist sehr stolz über den erreichten 1. Platz. Diese Auszeichnung ist der Lohn von vielen Jahren intensiver Arbeit, um die Übergänge der Hauptschüler in individuell passende Ausbildungen zu erreichen. Im Zusammenhang mit dem beziehungsintensiven Angebot von KÜMplus an der Schule, in intensiver Kooperation mit schulinternen und externen Unterstützern konnte bei den Hauptschülern für das vergangene Schuljahr die hervorragende Übergangsquote von 70% in duale Ausbildung erreicht werden.

Das Ergebnis gibt uns Recht, dass es sich lohnt, die Hauptschüler intensiv zu unterstützen. Ohne eine eigens dafür angestellte Fachkraft würde dieses Ergebnis sicher nicht erreicht werden. Dennoch ist es jedes Jahr fraglich, ob diese Stelle aufrecht erhalten werden kann. Finanzielle Mittel für diese Stelle stellte im letzten und diesem Schuljahr der Kreis Bergstraße, das staatliche Schulamt und die Gemeinde Birkenau zur Verfügung.

Neben den Kostenträgern bleibt auch die Kooperation mit Betrieben eine feste Säule des Erfolgs. Ebenso trägt die Arbeit der ehrenamtlichen „Starthelfer Birkenau“ zu einem sehr großen Teil des Erfolges mit bei. Die „Starthelfer“ unterstützen gezielt Hauptschüler in der Vor- und Abgangsklasse im Bewerbungsprozess. Hierbei findet die Unterstützung in Einzelbetreuung auf vertraulicher Basis statt. Die ehrenamtlich Tätigen sind zum Teil bereits pensionierte oder im Berufsleben noch aktive  Personen, die Erfahrung mit Ausbildung von Jugendlichen haben, Spaß an der Betreuung von Jugendlichen haben und/oder eine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen möchten. Für diese Unterstützung ist die Schule sehr dankbar.

Bericht: Christiane Dittrich

Birkenauer Patenprojekt für Ausbildung

Starthelfer unterstützen Jugendliche bei der Berufsfindung. Hier während der Berufsinformationstage an der Langenbergschule.

Das Birkenauer Paten-Projekt ist eine gemeinschaftliche Aktion der Langenberg-Schule, der Kommune Birkenau und des Evangelischen Dekanates Bergstraße.

Weiterlesen

10 Jahre Starthelfer in Birkenau – ein Grund zum Feiern

Die Starthelfer mit Dekan Arno Kreh und Pröpstin Karin Held beim Jubiläumsgottesdienst in Mörlenbach am 27. November 2014

Zehn Jahr haben sie Jugendliche unter die Arme gegriffen und sie buchstäblich stark gemacht. „Was Sie hier tun ist gelebte Nächstenliebe. Sie stehen den jungen Leuten mit ihrer ganzen Persönlichkeit und Zeit zur Seite. Bitte bleiben Sie und noch lange erhalten, wir brauchen Sie an der Langenbergschule.“ Mit diesen anerkennenden Worten fasste Schulleiter Berndt Brieskorn beim zehnjährigen Jubiläum der Starthelfer Birkenau zusammen, was die Paten für die jungen Leute bedeuten, die von seiner Schule aus nach dem Hauptschulabschluss in die Berufswelt starten. 70 Schüler haben die Starthelfer seit der Gründung der Initiative im Jahr 2004 begleitet, 60 davon haben einen Ausbildungsplatz im dualen Berufsbildungssystem bekommen und diese Ausbildung auch zum großen Teil abgeschlossen.

Wenn es Startprobleme gibt...

Das dies ohne Unterstützung nicht einfach ist, hatte Pate Karl-Heinz Böhler in seiner Funktion als Ausbildungsbeauftragter bei Unilever bei den Einstellungsgesprächen erlebt: „Ich konnte das einfach nicht fassen, das junge Leute auf die Frage: ‚Warum möchtest Du denn Energie-Anlagen-Elektroniker werden?‘ oder ‚Wie bist du denn auf Unilever gekommen‘ einfach nur mit den Schultern zuckten“, erinnert sich der gelernte Elektromeister. „Das kann doch nicht sein, dass diese jungen Menschen so unvorbereitet in so eine wichtige Bewerbungssituation hineingehen.“ Er sagte deshalb prompt zu, als die jetzige Mörlenbacher Pfarrerin und damalige Fachreferentin für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Bergstraße, Edith Unrath-Dörsam, ihn bat, als Pate im neu gegründeten Starthelfer-Netzwerk mitzuwirken.

... leisten sie  starke Starthilfe

So wie die neun weiteren aktiven Männer und Frauen im Netzwerk hat er seit dem jede Woche mindestens eineinhalb Stunden Zeit für seinen persönliche Schützling, leitet an bei den Bewerbungsschreiben, übt Bewerbungs-Situationen und Telefonate mit den Firmen. Vielleicht noch wichtiger: er spornt an und macht Mut, fordert aber auch Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit, Sauberkeit und Pünktlichkeit ein, weil er aus eigener Erfahrung weiß, dass das am Arbeitsplatz vorausgesetzt wird. “Mit der Zeit entsteht dabei eine feste Bindung, bei der die jungen Leute wissen: Auf den kann ich mich verlassen. Der hilft mir, wenn ich alleine nicht weiter weiß.“

Im richtigen Moment Mut machen

Dass wir alle solche Unterstützer brauchen und hatten, um heute dort zu sein, wo wir sind, daran erinnerte Pröpstin Karin Held in ihrer Predigt über das Buch Tobias beim Jubiläums-Gottesdienst am 27. November 2014, den sie gemeinsam mit Dekan Arno Kreh gestaltete: „Pack ihn!“ ruft da sein Reisebegleiter dem jungen Tobias zu, als dieser auf einer gefährlichen Reise in unbekannte Gebiete von einem gefährlichen Fisch angegriffen wird – und Tobias packt den Fisch bei den Kiemen und zieht ihn ans Land. „Solche Menschen, die im richtigen Moment da sind und Mut machen, die Herausforderungen des Lebens beherzt anzupacken, sind die Paten und Patinnen im Leben ihrer Schützlinge.“, so die Pröpstin.

Erinnerungen an gemeinsam betreute Schützlinge teilten beim anschließenden Empfang auch die zahlreich erschienenen Lehrer und Lehrerinnen der Langenbergschule mit den ehrenamtlichen Starthelfern. Sie sind wichtige Partner bei der Begleitung der Jugendlichen und tragen mit ihrem Engagement zum Erfolg des Projektes bei.

Auch die Ehepartner der Paten müssen voll hinter dem Engagement stehen. Denn die Paten brauchen einen langen Atem, viel Geduld und Zeit für ihre Schützlinge und so bedankte sich Starthelfer Koordinatorin Christiane Dittrich beim Jubiläum auch ausdrücklich bei ihnen. Seit 2008 organisiert sie die Arbeit des Netzwerkes vor Ort, hält Kontakt zu Betrieben, organisiert die Job-Messe, Kamingespräche mit Arbeitgebern, die Zusammenarbeit mit der Langenbergschule und gemeinsame Veranstaltungen wie die Weihnachtsfeier.
Text: Sabine Allmenröder,  Ev. Dekanat Bergstraße

Erstes st.ar.k- Netzwerktreffen 2009 in Birkenau

"Den Kontakt zu Lokal­redakteuren suchen, möglichst konkrete Beispiele in den Pressetext einbinden …", - das sind einige der zahlreichen Tipps, die Bernd Biewendt, Öffentlichkeitsbeauftragter des Dekanats Bergstraße, den Paten des Ausbildungsnetzwerkes st.ar.k gab. Denn im Mittelpunkt des ersten st.ar.k- Netzwerktreffens 2009 stand die Frage: Wie können wir die lokalen Medien für unsere Anliegen gewinnen?

15 Vertreter/innen aus den lokalen Gruppen waren zu diesem Treffen nach Birkenau gereist.

Erste Erfahrungen

Das Projekt startete im Dezember 2004 in Birkenau/Odw.

  • Betriebskontakter 
    besuchen die Betriebe vor Ort und loten die Möglichkeiten von zusätzlichen Praktika und Lehrstellen aus.
  • Paten 
    vier MitarbeiterInnen begleiten Jugendliche bei der Lehrstellensuche
  • Lehrer
    die Klassenlehrer informieren die SchülerInnen über das Projekt informieren und stellen den Bedarf an Paten fest.

Im März 2005 begann die Begleitung von fünf Jugendlichen durch vier Paten. Die Rückmeldungen von Paten und Jugendlichen ermutigten, das Projekt weiterzuführen und auszuweiten. Die Zahl der Paten konnte mittlerweile auf über 15 erhöht werden.

Copyright © 2014 Starkenburger Arbeitskreis Kirche und Wirtschaft
designed by Icare Media

United Kingdom Bookmaker CBETTING claim Coral Bonus from link.